Krankenhaus Hofheim ohne Ärztlichen Bereitschaftsdienst: Und die nächste Tür schließt

Die Kreistagsfraktion Die Linke / Die PARTEI kritisiert die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, zum 27. September 2026 den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) in Hofheim zu schließen.

Thomas Völker, Fraktionsvorsitzender, erklärt: „Wieder einmal verschlechtert sich die medizinische Versorgungslage in unserer Kreisstadt Hofheim und Landrat Michael Cyriax (CDU) nimmt es schulterzuckend hin. Dabei steht ohne Zweifel fest: Die Schließung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist eine direkte Folge der geschlossenen Notaufnahme am Krankenhaus Hofheim. Denn in Zukunft sollen Integrierte Notfallzentren beide Strukturen bündeln. Es bleibt damit eine maximale Fehlentscheidung der Verantwortlichen im Kreis, die Schließung der Hofheimer Notaufnahme unterstützt und befördert zu haben.

Völker erinnert daran, dass Die Linke bereits 2024 davor gewarnt hatte, dass das Ende der Notaufnahme über kurz oder lang auch das Ende des ÄBD bedeuten werde. „Damals wurde ich als Schwarzmaler beschimpft und der Landrat verstieg sich sogar zu der Aussage, der Ärztliche Bereitschaftsdienst könne den Wegfall der Notaufnahme kompensieren. Nun hat Hofheim weder eine Notaufnahme noch einen Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Danke für diesen Bärendienst. 

Stattdessen ist für das Krankenhaus Hofheim nur noch eine einzige Leistungsgruppe beantragt, die Geriatrie, und es steht zu befürchten, dass mit den zeitnah anstehenden Bescheiden des Landes Hessen, dann endgültig der Stecker für das Krankenhaus Hofheim gezogen wird. Dieses Versagen dürfen sich dann insbesondere CDU, Grüne und FDP im Main-Taunus-Kreis ankreiden lassen, die den strukturellen Abbau in Hofheim als Kreistagskoalition engagiert vorangetrieben haben.“