„Was tut die Stadt?“ – Fraktion Die Linke Hattersheim, 26.08.2026
„Hattersheim ist keine Insel der Seligen, auch hier waren die Monate Juni und Juli, wie in ganz Hessen, die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881″, meinen die Stadtverordneten der Linken, Beate Ullrich-Graf und Hans-Jürgen Rojahn. Das Robert-Koch-Institut zählt für diese Monate ungefähr 1.350 Hitzetote in Hessen.
1.350 Hitzetote in Hessen, doch Hattersheims Homepage schweigt
Gibt man in der Homepage der Stadt die Begriffe „Hitze“ oder „Hitzeschutz“ ein, findet sich eine einzige Mitteilung: „Verschiedene städtische Einrichtungen bleiben am 24. Juni wegen extremer Hitze für den Publikumsverkehr geschlossen.“
„Das muss sich ändern“, meint Beate Ullrich-Graf, „die Menschen, die hier leben und arbeiten, brauchen akut Unterstützung, Hilfsangebote und Informationen. Zum Beispiel das Angebot kühler Orte, klimatisierter Räume wie der Stadthalle. Viele Städte machen das bereits.“
Die Linke beantragt einen schriftlichen Bericht
Hitze und Gesundheit, wie unterstützt die Stadt bereits ihre Bevölkerung? Welche langfristig wirksamen Maßnahmen zum Schutz vor Hitzeextremen setzt die Stadt bereits um? Welche sind in Bearbeitung bzw. Planung? Das will die Linke Fraktion erfahren und beantragt in der nächsten Stadtverordnetenversammlung die Vorlage eines schriftlichen Berichts.
Hattersheim beruft sich zwar auf sein Integriertes Klimaschutzkonzept von 2024, den Maßnahmenplan für 2026 und verweist auf die Zugehörigkeit zu den „Klima-Kommunen Hessen“. Doch aus Sicht der Linken genügt das nicht für den unmittelbaren Schutz der Gesundheit während der Hitzewellen. Es muss Pläne und Festlegungen geben, wie Menschen und Strukturen auf extreme Hitzeereignisse vorbereitet werden und diesen entsprechend zu begegnen ist. Das Land Hessen hält die Kommunen an, Hitzeaktionspläne aufzustellen.
„Der von uns beantragte Bericht könnte die Grundlage für ein Hitzeschutzkonzept bilden. Wir werden sehen, was vorhanden ist, prüfen, werden vorschlagen, was neu aufgenommen werden muss, und welche Prioritäten gesetzt werden müssen, um die kommenden Hitzesommer besser zu bewältigen und unser Umfeld und die Natur resistenter zu machen. Es gibt viele Beispiele aus anderen Städten dafür. Machen wir uns auf den Weg“, schlägt die Linke vor.
Beate Ullrich-Graf, Fraktionsvorsitzende