Sozialproteste MTK: Auftakt in Hattersheim vor der Großdemo in Frankfurt am 26.9.

Im August war Die Linke im Main-Taunus-Kreis mit einer eigenen Auftaktkundgebung an der Ambet-Anlage in Hofheim gestartet, bevor es gemeinsam weiter nach Wiesbaden ging – zur Demonstration „Hände weg von unserem Sozialstaat“, zu der der DGB Wiesbaden Rheingau-Taunus mit einem breiten gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bündnis aufgerufen hatte. Am 26. September wiederholt sich dieses Muster: Auftakt in Hattersheim, dann gemeinsam weiter nach Frankfurt.

Auftakt vor der Drogerie Müller in Hattersheim

Nach dem erfolgreichen Auftakt der Sozialproteste von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, DGB, ver.di, GEW sowie der Friedensinitiative Main-Taunus (FIMT) im August in Hofheim werden diese am 26. September 2026 um 9.30 Uhr fortgesetzt. Das Bündnis schließt dabei an den bundesweiten Aktionstag an und wird nach der Auftaktkundgebung vor der Drogerie Müller (Am Untertor) in Hattersheim dann gemeinsam nach Frankfurt anreisen, wo ab 11 Uhr eine von 15 bundesweiten Großdemonstrationen gegen die Kahlschlagspolitik der aktuellen Bundesregierung beginnt.

Beate Ullrich-Graf, Hattersheimer Linken-Stadtverordnete, erklärt als Anmelderin der Kundgebung: „Uns reicht’s. Die Lebenshaltungskosten steigen immer weiter an, die Löhne halten nicht Schritt. Die massiven Kürzungen dieser Bundesregierung, die zu schwerwiegenden gesellschaftlichen Verwerfungen führen, brauchen unseren entschlossenen Widerstand – überall und auch im Main-Taunus-Kreis. Die so genannten Reformen treffen sozial Benachteiligte, Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund, Patientinnen und Patienten und ganz allgemein die arbeitende Bevölkerung besonders hart. Erkämpfte Errungenschaften wie der Acht-Stunden-Tag stehen zur Disposition. Klimaschutz und Klimafolgenanpassung werden zurückgefahren. Während Millionen Menschen bewusst schlechtergestellt werden, soll der Militäretat um ein weiteres Drittel erhöht werden und die Zahl der Milliardäre und Millionäre in diesem Land steigt ungebremst an. Es ist also eine schlichte Lüge, dass alle den Gürtel enger schnallen müssten. Geld ist ausreichend vorhanden, nur falsch verteilt. Die Folgen tragen wir alle einzeln, aber auch als Gesellschaft. Denn der Unmut darüber schlägt sich nicht zuletzt in weiteren Stimmen für die extreme Rechte nieder, wie wir zuletzt in Sachsen-Anhalt als traurigen Höhepunkt erleben mussten. Wir dürfen das nicht tatenlos hinnehmen und laden alle Menschen aus dem Main-Taunus-Kreis herzlich ein, sich unserem Protest und der anschließenden Weiterfahrt nach Frankfurt anzuschließen.“

Sozialproteste 26.9. – Banner

Weiterfahrt zur Großdemonstration am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt

Im Anschluss an die ca. einstündige Kundgebung besteht die Möglichkeit zur direkten gemeinsamen Weiterfahrt nach Frankfurt mit der S-Bahnlinie 1. Dort beginnt um 11 Uhr eine große Demonstration am Willy-Brandt-Platz/Gallusanlage unter dem Motto „Für unseren Sozialstaat“, die auch aus dem MTK verstärkt werden soll. Endpunkt der Demonstration ist der Opernplatz, wo unter anderem der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Werneke sprechen wird.

So seid ihr am 26. September dabei

  • 9:30 Uhr, Hattersheim: Treffpunkt Drogerie Müller, Am Untertor
  • Danach: gemeinsame Weiterfahrt mit der S1 nach Frankfurt
  • 11 Uhr, Frankfurt: Start am Willy-Brandt-Platz/Gallusanlage
  • Ab 12:30 Uhr: Kundgebung am Opernplatz mit Frank Werneke (ver.di-Bundesvorsitzender)

Der Termin ist Teil des bundesweiten Aktionstags „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), zu dem am 26. September 2026 in 15 Großstädten Kundgebungen stattfinden – neben Frankfurt unter anderem in Berlin, Hamburg, Stuttgart und Essen.

Aufgerufen von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, DGB, ver.di, GEW und der Friedensinitiative Main-Taunus (FIMT).