In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen der Linke-Kreisvorsitzende Konstantin Lotz und der Kreistags-Fraktionsvorsitzende von Die Linke/Die PARTEI, Thomas Völker, den Freifahrtschein des hessischen Wirtschaftsministeriums für die Pläne von FRAPORT, die zu einer massiven Mehrbelastung vieler Main-Taunus-Kommunen durch Fluglärm und weitere Belastungen führen wird.
Konstantin Lotz erläutert: „Die Interessen der (Flug-)Wirtschaft vor den grundlegenden Bedürfnissen von Mensch und Natur: Das ist offensichtlich die Flughafenpolitik von SPD-Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori. Schon jetzt donnern oft im Minutentakt Flugzeuge über die stark belasteten Kommunen wie etwa in Flörsheim. Es ist den Menschen nicht zuzumuten, dass dies noch weiter hoch gefahren werden soll. FRAPORT bricht bewusst seine Zusagen der Vergangenheit und will jetzt offenbar Tatsachen schaffen, die Mansoori willfährig abnickt. Die Linke Main-Taunus wird wie in der Vergangenheit die Fluglärmgegnerinnen und -gegner weiter in allen Formen unterstützen.“
Thomas Völker erinnert daran, dass ausgehend von Initiativen der Linken vor ca. einem Jahr Beschlüsse im Kreistag und auch in Hofheim gefasst wurden, den entsprechenden Plänen notfalls auch juristisch entgegenzutreten. „Nachdem das Wirtschaftsministerium offenbar mehr Belastungen gerade in Flörsheim und Eddersheim mit einem Schulterzucken abgetan hat, müssen gerade jetzt die Anrainerkommunen zusammenhalten und den juristischen Weg angehen. Flörsheim und Eddersheim brauchen keine „Lärmoptimierung“ wie Wirtschaftsminister Mansoori schreibt, sondern die gesamte Region braucht Entlastung vom Fluglärm und den weiteren Folgen des exzessiven Flugbetriebs. Statt eines Terminals 3 hätte schon lange eine Verlagerung auf die Schiene in den Mittelpunkt gehört, gerade bei Kurzflügen, die rund ein Drittel aller Abflüge in Frankfurt ausmachen, und im Cargo-Bereich. Statt den Flugbetrieb in Deutschland jährlich mit Milliardensubventionen zu füttern, brauchen wir diese Mittel im Ausbau des Schienenverkehrs, auch aus Erwägungen des sozial-ökologischen Wandels und des Klimaschutzes.“