Jugendbühne muss erhalten, Kultur darf nicht gestrichen werden

Die Absage des Eröffnungsfestes des Kreisstadtsommers in Hofheim mit der großen Bühne auf dem Kellereiplatz ist bedauerlich, aber Teil der notwendigen Sparmaßnahmen in Hofheim. Dass im gleichen Schritt aber auch die Jugendbühne auf dem Ludwig-Meidner-Platz gestrichen werden soll, die seit rund 20 Jahren vom Förderkreis Kultur regional e.V. ehrenamtlich organisiert wird, bereitet den Linken große Sorge. Damit würde eine weitere wichtige und ehrenamtlich ausgeführte Komponente der Jugendarbeit in Hofheim entfallen. Der Jazzkeller ist wegen der immer noch nicht durchgeführten Sanierungsmaßnahmen weiterhin geschlossen, wodurch in Hofheim bereits ein wichtiger Teil der Kulturszene für Jugendliche ausfällt.

Noch Ende März hatte die Stadt dem Förderkreis schriftlich mitgeteilt, den Kreisstadtsommer gemeinsam zu planen. Die Organisation dafür läuft bereits.

„Hier droht kulturelle Substanz verloren zu gehen“, befürchtet Baris Agus, Stadtverordneter der Linken. „Die Jugendbühne ist eine wichtige Plattform für junge, lokale Künstler*innen. Wer dort auftritt, macht oft die ersten Schritte in die Öffentlichkeit – solche Räume dürfen nicht einfach wegfallen. Und: Der Feierabendmarkt ist an gleicher Stelle auch regelmäßig möglich.“

Zudem ist die Bühne eng mit dem kostenlosen Sommerschein-Festival verbunden, das durch diese Einnahmen mitfinanziert wird. Ein Wegfall hätte also auch später Folgen für die gesamte lokale Kulturszene.

Kultur darf kein Luxus werden – gerade junge Menschen brauchen öffentliche Räume für ihre Entwicklung. Bürgermeister Schultze begann als junger Rapper auf kleinen Bühnen. Diese Chance muss auch für die nächste Generation bestehen bleiben.

Die Linke hat eine Anfrage gestellt und setzt sich dafür ein, dass der Magistrat weitere Möglichkeiten prüft, wie die Jugendbühne doch noch stattfinden kann. Eine enge Zusammenarbeit der Stadt mit dem Förderkreis Kultur regional e.V. würde sich anbieten, um gemeinsam Lösungen zu finden.